Städtebaulicher Vertrag änderung bebauungsplan

Die neue Erzählung wurde interaktiv durch einen Prozess konstruiert, den das Planungsteam die soziale Produktion des Plans definierte. Ein solcher Prozess begann ganz am Anfang der Plangestaltung und beteiligte Bürger, Verbände, Interessengruppen und lokale Behörden einerseits daran, das kollektive Bewusstsein für Kritikinken in den üblichen Praktiken der Landnutzungstransformation zu schärfen, andererseits ein « kollektives Werden » zu erzeugen (Metzger 2013): sich an einen Ort zu binden, sich als Teil und auch als Fürsore zu sehen. Das war in einer Region von etwa 20.000 Quadratkilometern und 4 Millionen Einwohnern alles andere als einfach. Es erforderte die Verwendung mehrerer Geräte, von denen jedes mehr oder weniger geeignet zum Zuhören, Einbeziehen, Aktivieren und Befähigen verschiedener öffentlicher und privater Organisationen, Institutionen, Vereinigungen, sozialer Gruppen und einzelner Einwohner war. Die Rolle der Raumplanung bei der Veränderung der Flächennutzung wird durch Governance, äußere Bedingungen und Planungsabsichten definiert. Transformative Praktiken weigern sich nicht nur zu akzeptieren, dass die gegenwärtige Vorgehensweise notwendigerweise der beste Weg ist. Transformative Praktiken müssen sich radikal und strukturell von der gegenwärtigen Realität unterscheiden. Sie konzentrieren sich auf neue Konzepte und neue Denkweisen, die die Art und Weise verändern, wie Ressourcen genutzt, (wieder)verteilt und zugewiesen werden, sowie die Art und Weise, wie die Regulierungsbefugnisse ausgeübt werden (Albrechts 2010, S. 1117).

Als konkrete soziohistorische Praxis, die darauf abzielt, einen radikalen Wandel zu vollziehen, ist die transformative Planung – in einer sich an sich verändernden, fließenden und transformierenden sozialen und physischen Realität (siehe Chia 1999, S. 210) – aufgerufen, die Kräfte des Wandels zu erkennen und nach Visionen, Mitteln und Instrumenten zu suchen, um Alternativen zu entwickeln. Sandercock L (1998) Towards cosmopolis: Planning for multicultural cities. Wiley, Chichester Mit Verweisen auf radikale Veränderungen wurde transformative Planung auf unterschiedliche Weise konzipiert. Es wurden eine Reihe starker Manifeste für den Wandel erstellt, um den absoluten Glauben an das Wirtschaftswachstum zu überdenken (Mishan 1967; Hamilton 2004), für das leben interkulturell (Landry 2000; Sandercock 1998), für die Schaffung einer nachhaltigeren Gesellschaft (Sachs und Esteva 2003), für soziale Mobilisierung (Friedmann 1987), für eine städtepolitische Ökologie (Heynen et al. 2005), für die Rückeroberung der Demokratie (Purcell 2009) und für eine radikalere Planung (Albrechts 2013, 2015). Diese Manifeste werfen einige entscheidende allgemeine Fragen auf, wenn man mit den tatsächlichen Rationalitäten konfrontiert wird, die in verschiedenen Systemen und Prozessen der Planungspraxis mit sich gebracht werden, wie zum Beispiel: In welche Richtung sollte sich der Wandel ändern und welche Kräfte des Wandels mobilisiert werden müssen? Welche inhaltlichen Inhalte sollten den Planungsprozess in unterschiedlichen Handlungskontexten fördern? und welche Planungsinstrumente sind besser geeignet, transformative Praktiken zu fördern? Konzeptualisierungen radikaler Veränderungen hängen vom Kontext ab.

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